Vorwort
Als vor ca. 20 Jahren die Idee zu einem „Indiziersymposium“ geboren wurde, dachte noch keiner an ein Jubiläum – doch es steht vor der Tür…
Sehr geehrte Damen und Herren,
während in jüngerer Vergangenheit schon das Ende der Verbrennungsmotoren verkündet wurde, wird heute immer deutlicher, dass die Welt des Fahrzeugantriebs vielfältiger werden wird. Verbrennungs- oder Elektromotor oder eine Kombination aus beiden werden Automobile antreiben und es wird Vorteile und Nachteile für jede Art geben. Wir alle kennen die Diskussionen über die Erzeugung und Speicherung von elektrischer Energie, über den Leistungsbedarf bei bestimmten mobilen Anwendungen, über Carsharing usw. Fest steht, dass der Verbrennungsmotor uns noch eine Weile erhalten bleiben wird und sich den zukünftigen Herausforderungen stellen muss.
Deshalb wird die technische Weiterentwicklung u.a. stark von der Effizienz – speziell vom Kraftstoffverbrauch – getrieben. Der Gesetzgeber „unterstützt“ diesen Weg mit verschärften Emissionsgrenzwerten, wobei auch das Angebot im Kraftstoffbereich unabhängig von der Motorengröße vielfältiger werden wird.
Die Verbrennung, als zentraler Prozess der Energieumwandlung und als Emissionsproduzent, rückt damit stärker in den Fokus intensiver Untersuchungen.
Die Motorenentwickler bedienen sich zur Lösung anstehender Fragen der sich ständig weiterentwickelnden Werkzeuge aus Simulation, Indizierung und optischer Messtechnik, um eine möglichst allumfassende Beschreibung neuer Verbrennungsverfahren oder den Einfluss geänderter Randbedingungen auf die Verbrennung (z.B. Steuerzeiten, Kraftstoffe) zu erhalten. Dabei ist die Betrachtung nicht nur auf den Brennraum beschränkt, sondern erfordert Untersuchungen entlang des gesamten Ladungswechsel-, Gemischbildungs- und Abgaspfades. Neben dieser rein technischen Betrachtung stellt sich für den Entwickler auch immer wieder die Frage: „Welche Erkenntnisse liefern mir weitere Werkzeuge zusätzlich?“
Das 10. Symposium für Verbrennungsdiagnostik stellt sich nach wie vor diesem weiten Spannungsbogen und hat den Anspruch, neben den technischen Aspekten („wie?“) auch die sich ändernden ökonomischen oder gesetzlichen Randbedingungen („warum?“) zu betrachten.
Das Thema Verbrennungsdiagnostik ist also nach wie vor brandaktuell. Das Symposium bietet Ihnen neben den neuesten technischen Trends auch den Austausch mit Kollegen in einer bewusst anderen Atmosphäre als im Büro. Lassen Sie sich überraschen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Dr. Rüdiger Teichmann
im Namen des Programmbeirates



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