Themenübersicht

  • Visualisierung – Wohin geht die Reise?
  • Möglichkeiten und Grenzen der Indizierung
  • RDE Anforderungen an die Verbrennungsdiagnostik
  • Emissionsvermeidung bereits im Brennraum
  • Simulation in der Praxis und Zukunft
  • Wie messe ich richtig?

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Zeit zwischen den Symposien, wenn der Programmbeirat arbeitet, fragten und fragen wir uns jedes Mal: Ist die Untersuchung, Analyse und Optimierung der Verbrennung in einem Motor noch eine eigene spezielle Tagung wert?

Ich glaube, es ist gut, sich dies jedes Mal aufs Neue zu fragen.

Denn jedes Mal beweisen Sie uns mit Ihren Beiträgen und Ihrem Interesse, dass das Verständnis um diese Vorgänge eine Kernkompetenz der Motorenhersteller und Zulieferer darstellt. Es ist der dominante Energiewandlungsprozess, der nicht nur maßgeblich die Effizienz des Motors bestimmt. Nein, er bestimmt auch, mit welchen Abgaskomponenten die „chemische Fabrik danach“ zurechtkommen muss.

Heute redet niemand mehr vom nahen Ende des Verbrennungsmotors, heute ist jedem klar, es wird einen Zeitraum der Dualität zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor geben, in dem jeder der beiden sich weiter entwickelt und seine „Nische“ finden wird. Alles das wird nicht ausschließlich von rein rational technischen Lösungen bestimmt und getrieben, auch der Gesetzgeber greift steuernd in diese Marktentwicklung ein. Aus diesem Grund haben wir die aktuellen Themen Real Driving Conditions (denn die Emissions sind ein Ergebnis derselben) und Reibungsverminderung als Mittel zur CO2-Reduktion mit in die Themenschwerpunkte aufgenommen. Dennoch kann niemand die tatsächliche Entwicklung der Märkte vorhersagen, wie also Kunden wirklich (re)agieren werden.

Neben der Entwicklung „optimaler“ Verbrennungsmotoren, widmet sich das Symposium zusätzlich den hierfür notwendigen Methoden und schnellen Messtechniken. Die Messung und Analyse wird dann oftmals ergänzt von virtuellen Sensoren – das können auch echte Bilder sein – und/oder simulierten Signalen, die aber ebenfalls Bilder sein können. Alle interessierenden Signale zeitgleich richtig zu erfassen sowie korrekt und effizient zu analysieren, ist heute noch eine Herausforderung für jeden Motorenentwickler. Das trifft sowohl für einzelne Subsysteme als auch für das Gesamtsystem Antriebsstrang zu. Bei Letzterem gilt es auch die „Quereffekte“ zwischen den Subsystemen zu verstehen.

Wie Sie sehen, gibt es genügend Stoff für ein spannendes 12. Symposium, und falls Sie etwas vermissen, etwas ergänzen oder einfach nur uns, dem Programmbeirat, etwas mitteilen möchten, können Sie dies gerne tun. Ich lade Sie dazu ein, schreiben Sie mir unter .

Ich freue mich auf Ihre Anregungen im Namen des gesamten Beirats.

Rüdiger Teichmann